Predigt der Woche
"Schuldig?!?"
Wohl jeder hat davon gehört. Vor ungefähr sechs Wochen verklagte der Rumäne Mircea Pavel Gott höchstpersönlich. Und zwar wegen
Betrugs, Vertrauensbruchs und Korruption.
"Während meiner Taufe bin ich einen Vertrag mit dem Beschuldigten
eingegangen, der mich vor dem Bösen bewahren sollte", erklärt
Pavel in seiner Klageschrift.
Es kommt wie es kommen muss: Die Klage wird abgewiesen. Das Gericht
begründet die Entscheidung damit, dass Gott „keine Adresse
habe“ und „keine juristische Person sei“.
„Schade“ haben viele Menschen gedacht und manche haben ihre
Gedanken dazu auch im Internet veröffentlicht. Es wäre so
schön gewesen: Endlich mal den Spieß umdrehen, endlich sich
von der Sünderbank erheben und endlich Gott darauf zu verbannen.
Endlich ihn zur Rechenschaft ziehen für alles Unglück, alle
Ungerechtigkeit, alle Kriege, Naturkatastrophen und so weiter.
Wenn es zu einer Sammelklage kommen würde, wäre die Anklageschrift wohl endlos.
Andere belächeln Mircea Pavels Klage,
schließlich hat er diese aus dem Gefängnis eingereicht, in
dem er wegen Mordes eine 20-jährige Haftstrafe absitzt…
Auch wenn die Klage an Gottes fehlender Postanschrift gescheitert ist:
Sie – und vor allem die Reaktionen darauf – zeigen
deutlich, dass die meisten Menschen mit dem Urteil Gottes über sie
nicht einverstanden sind. „Kein Mensch kann vor Gott als gerecht
bestehen; kein Mensch hat Einsicht und fragt nach Gottes Willen.“
(Brief an die Römer, Kapitel 3, Vers 10+11)
Dieses Urteil ist eindeutig – so hart wie es ausfällt. Die
einzige Chance, dem zu entgehen, scheint, den Spieß umzudrehen
und von Gott Rechenschaft zu fordern. Oder wenigstens jemanden zu
suchen, der noch schlechter ist als man selber.
Tragisch: In diesem Bemühen wird übersehen, dass Gott nach
seinem Urteil keinen Punkt macht, sondern weiterspricht. Ein paar Verse
weiter nach der oben zitierten Bibelstelle kannst du nachlesen, dass
das Urteil genauso wie es gesprochen wurde auch schon vollzogen ist.
(Brief an die Römer, Kapitel 3, Vers 21-26) Und zwar an einem, der
es stellvertretend für dich auf sich genommen hat. An dem
einzigen, der das konnte, weil er selber keine Schuld vor Gott hatte:
Jesus Christus.
Ganz ehrlich: Dem Richter, der mir mit der Verkündung des Urteils
schon den Ausweg vor der Vollstreckung der Strafe darauf anbietet,
vertraue ich mich gerne an. Ein solcher Richter hat in meinem Leben
nichts auf der Anklagebank zu suchen.
Deshalb wünsche ich dir von Herzen, dass du diesen Richter und
den, der dein Urteil bereits an sich selbst hat vollstrecken lassen,
persönlich kennen lernst.
Herzliche Grüße,
Markus Heese
LifeHouseWorld.com
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